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Kann UMTS scheitern?

UMTS wird gerne als Desaster der Wirtschaftsgeschichte abgestempelt. Doch hat sich die Industrie wirklich so geirrt? Die Marktentwicklung spricht eine andere Sprache: Das Handy ist den Deutschen heute vertrauter als das Fernsehen - 36 Millionen TV-Dosen stehen mehr als 60 Millionen Handyanschlüsse gegenüber.

Während das Bruttoinlandsprodukt stagniert, wächst der Umsatz der Mobilfunknetz- Betreiber nahezu zweistellig. Der Umsatz mit Datendiensten von der SMS bis zum mobilen Surfen steigt. Um nur eine Anwendung herauszugreifen: 80 Prozent der heute verkauften Handys sind MMS-fähig oder haben eine Kamera eingebaut. Bei der Auflösung, die Fotohandys heute erreichen, können die Netze die Datenmengen noch bewältigen. Doch der rasante Fortschritt in der digitalen Fotografie und die wachsende Verbreitung und Nutzung von Foto-Handys werden die existierenden Netze mittelfristig an Grenzen treiben. Ohne UMTS geht dann in Ballungszentren nichts mehr.

Kann eine Innovation wie UMTS also scheitern? Ich glaube nicht. Ein Fehler ist es, einen der letzten verbliebenen Wachstumsmärkte schlechter zu reden als er ist. Wer das tut, macht den gleichen Fehler wie der IBM-Ingenieur, der 1968 den gerade erfundenen Microchip unterschätzte. Sein abschätziger Kommentar: "Schön, aber wozu ist das Ding gut."

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