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Kein Wandel ohne PR-Hilfe

Florian Gerster hat richtig erkannt: Wer eine Institution wie das Arbeitsamt tief greifend wandeln will, muss alle relevanten Hebel umlegen. Und dies nicht im Stillen für sich beschließen, sondern nach innen wie nach außen kommunizieren.

Florian Gerster hat richtig erkannt: Wer eine Institution wie das Arbeitsamt tief greifend wandeln will, muss alle relevanten Hebel umlegen. Und dies nicht im Stillen für sich beschließen, sondern nach innen wie nach außen kommunizieren. Deshalb ist ein solcher Kraftakt ohne professionelle PR und Werbung nicht zu schaffen. Post, Telekom, Energieversorger und Bahn sind dafür die Beispiele aus den letzten Jahren: Realer Wandel und kommunikativer Transport des Wandels müssen ineinander greifen. Nur so können solche Reformen durchgehalten werden.

Gersters Gegner wissen haargenau, wie scharf die Waffen der professionellen Kommunikation sind. Deswegen lamentieren sie über deren Kosten. 42 Millionen Euro stehen der Bundesanstalt für Arbeit bei einem Gesamt- Budget von 53 Milliarden Euro für Marketing-Maßnahmen zur Verfügung - ein winziger Bruchteil. Im Vergleich zum Vorhaben ist das eine eher irrelevante Größenordnung mit voraussehbar verhaltensändernden Effekten.

Der Skandal besteht deshalb eher darin, dass dem BA-Chef Florian Gerster die Hölle heiß gemacht wird, weil er das Richtige tut: Werbung fürs neue Arbeitsamt. Leider war Gerster Vorgehen im Detail erst mal keine Werbung fürs Arbeitsamt. Das hätten die angeheuerten Marketingberater allerdings schon voraussehen müssen.

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