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Keine Angst vor Absturz

Na also, die Lage in der IT-Industrie ist längst nicht so trostlos, wie es in den vergangenen Wochen den Anschein hatte. Die Geschäfte laufen gut, obwohl viele der großen IT-Konzerne ihre Prognosen zuletzt zurückgenommen haben.

Na also, die Lage in der IT-Industrie ist längst nicht so trostlos, wie es in den vergangenen Wochen den Anschein hatte. Die Geschäfte laufen gut, obwohl viele der großen IT-Konzerne ihre Prognosen zuletzt zurückgenommen haben. Gestern erhöhten die Marktforscher von IDC sogar ihre Vorhersage für den PC-Markt im laufenden Jahr. Statt eines Zuwachses von 13,5 Prozent wie noch im Juni erwarten die Analysten nun ein Plus der Zahl der ausgelieferten Computer von 14,2 Prozent. Getragen wird das Wachstum vor allem von Firmenkunden, die momentan in großem Stil ihre veralteten Rechner ersetzen.

Zugegeben, die Experten von IDC haben ihre Prognose für kommendes Jahr leicht auf ein Plus von 10,5 Prozent gesenkt und erwarten in den folgenden Jahren nur einstellige Wachstumsraten. Sie weisen auch ausdrücklich auf die Unsicherheiten im politischen und wirtschaftlichen Umfeld hin. Im Vergleich zu den meisten anderen Industrien sind 10,5 Prozent aber immer noch ein hervorragendes Wachstum.

Wenn das Geschäft also nicht durch Terroranschläge oder einen neuen Krieg völlig zum Erliegen kommt, sollte auch 2005 für die IT-Branche ein gutes Jahr werden. Angst vor einem Absturz, wie ihn die Branche 2001 erlebte, ist deshalb nicht angebracht. Allenfalls die Ernüchterung, dass ein stürmisches Wachstum auf Dauer auch in der erfolgsverwöhnten IT-Industrie nicht zu halten ist. Und das ist gut so, denn meist folgt auf den steilen Anstieg ein tiefer Fall.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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