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Lahme Nummer

Mit Telefonaten über das Internet - im Branchenjargon Voice over IP (VoIP) genannt - wollen mittlerweile rund zehn Anbieter der Deutschen Telekom Umsätze im Festnetz abjagen.

Um dies zu ermöglichen und traditionelle Telefonanschlüsse mit VoIP-Anschlüssen zu ersetzen, muss man dafür Rufnummern bereitstellen. Es ist möglich, Kunden Rufnummern zu geben, die nicht in dem Ortsnetz liegen, in dem der Kunde wohnt. Eine solche Nummernvergabe hat der Regulierer den VoIP-Anbietern untersagt. Denn die Behörde will sicherstellen, dass die in einer Ortsnetznummer enthaltene geographische Information für Anrufer nicht verfälscht wird. Das Verbot ist aus mindestens zwei Gründen schwer nachvollziehbar. Erstens ist es heute schon möglich, eine automatische Anrufweiterleitung von einem Ortsnetz zum anderen schalten zu lassen - ohne dass Anrufer dies merken. Zweitens hat die Behörde zwar die 032-Vorwahl für VoIP-Anbieter festgelegt, die Nummern aber noch nicht frei gegeben. Diese Versäumnis behindert die Entwicklung der Internet-Telefonie in Deutschland.

Der Regulierer sollte deshalb sofort diese Freigabe erteilen. Als Ausgleich für sein lahmes Agieren könnte er den VoIP-Firmen ein Jahr lang jegliche Gebühren für die Zuteilung von Rufnummernblöcken für Internet-Telefonanschlüsse erlassen.

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