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Let’s go West?

So erfreulich die jüngsten Erfolge deutscher IT-Firmen auch sein mögen – es ändert doch wenig an der erdrückenden Dominanz der US-Konzerne in ihrem Heimatmarkt.

Der Saarbrücker IT-Berater IDS Scheer hat einen Auftrag über 20 Millionen Dollar von der US-Army erhalten. Das passiert nicht alle Tage. Und auch beim Nürnberger Linux-Distributor Suse dürften wohl dieser Tage die Sektkorken geknallt haben. Denn die Software "Enterprise Server 8" hat in Verbindung mit einem IBM-Server eine von US-Regierungsbehörden anerkannte Sicherheitszertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Das öffnet zumindest theoretisch die Türen zum noch immer weltweit größten IT-Markt USA.

Doch so erfreulich diese Erfolge deutscher IT-Firmen auch sein mögen - es ändert doch wenig an der erdrückenden Dominanz der US-Konzerne in ihrem Heimatmarkt. Es sind schließlich auch fast ausnahmslos US-Konzerne wie IBM, HP, Microsoft, Oracle, Sun und EMC, die den Herzschlag der Branche bestimmen. Danach kommen die japanischen Elektronikriesen, und erst dann folgt Europa mit einigem Abstand.

Zwar verleitet die deutsche Brille dazu, die Halbleiterbranche mit Infineon gleichzusetzen. Aber unter den großen Unternehmen der IT-Branche ist SAP auf Sicht das einzige deutsche IT-Unternehmen, das US-Konkurrenten auch dem US-Markt die Stirn bieten kann. Andere, wie die ebenfalls deutsche Software AG, verlieren dagegen auf dem US-Markt an Umsatz. Besserung ist nicht in Sicht. Auf die einsetzende Morgendämmerung im Abendland sollten deutsche IT-Firmen nicht hoffen.

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