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Luxus mitten in der Krise

Es ist kaum zu glauben: Anfang Dezember wird ein neues Edel-Magazin auf den Markt kommen, dass sich ausschließlich Luxus und Ästhetik widmet.

"Sleek" (deutsch: glatt, geschmeidig) verzichtet fast vollständig auf Texte und setzt statt dessen auf opulente Fotostrecken in Bildbandqualität. Ein "Coffee Table"-Magazin von Ästheten für Ästheten.

Das Heft ist ein aufregender Gegenentwurf zur Krise in der Verlags- und Medienbranche, in der im Moment mit dem Rotstift regiert wird. Herausgeber sind zwei junge Hamburger, die das Magazin mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko auf den Markt bringen, nur im Vertrieb unterstützt von einem Großverlag.

Sind die Macher verrückt? Womöglich ein bisschen, denn sonst nähmen sie sich nicht die Freiheit zu antizyklischem Handeln und hätten nicht den Enthusiasmus für ein wirklich innovatives Konzept. Fast immer sind es Verlage in der Nische, die Maßstäbe bei Inhalten und Design von Zeitschriften setzen. Man denke an die inzwischen von AOL Time Warner übernommene Zeitschrift "Wall Paper" oder die jungen Magazine aus Berlin wie "Qvest", "Alert" oder "De:Bug". Grossverlage bieten, eingezwängt zwischen Marktforschung und Controlling, wohl keinen Humus für solche Kreativität.

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