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Maxdata in der Klemme

Computerbauer haben dieser Tage eigentlich keinen Grund zu klagen: Seit Monaten klettern die Verkaufszahlen, und selbst die lange zögerlichen Großkunden investieren wieder kräftig in neue Rechner. Von dem Auftragsboom profitieren allerdings nicht alle Hersteller.

So steigerte Maxdata im abgelaufenen Quartal zwar seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp sechs Prozent auf fast 140 Millionen Euro. Zugleich stieg aber auch der Verlust - um zwei Drittel auf 5,8 Millionen Euro. Die Firma gibt die Schuld daran vor allem dem brutalen Preiskrieg, der auf dem Computermarkt herrscht. Allerdings schob der Mittelständler aus Marl nach, dass sich die Margen im Rest des Jahres wohl stabilisieren werden und am Ende ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von vier bis sieben Millionen Euro möglich sei.

Ob sich Maxdata bei einer so geringen Rendite langfristig halten kann, ist zweifelhaft. Denn riesige IT-Konzerne wie Dell oder Hewlett-Packard liefern sich Preisschlachten, denen ein deutscher Mittelständler wie Maxdata kaum gewachsen ist. Dass es auf dem Computermarkt ausgesprochen schwierig ist, sich durch seine Produkte zu differenzieren, macht den Kampf für Maxdata doppelt schwer.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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