Navigator: Mehr Mut bei Mobilfunk-Preisen

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Mehr Mut bei Mobilfunk-Preisen

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist langweiliger geworden.

2002 stieg die Zahl der mobilen Anschlüsse gerade noch um rund 5 %. Der Durchschnittsumsatz je Kunde stagnierte bei 25 Euro im Monat. Mobile Datendienste werden nur sehr gemächlich angenommen. Die Mobilfunknetzbetreiber haben dennoch darauf verzichtet, durch Preissenkungen die Nachfrage zu stimulieren: Im Dezember 2002 lagen die Mobilfunkpreise nur um 1 % niedriger als ein Jahr zuvor. Bis heute ist eine Verbindungsminute im Mobilfunk mindestens zwei- bis dreimal so teuer wie im Festnetz. Die vier Herren der GSM- Netze befürchten wohl, dass der durch Preissenkungen angestoßene Neukundenzuwachs und Sprachverkehrsanstieg bei Bestandskunden nicht ausreicht, um die Umsatzrückgänge einer Discounterstrategie auszugleichen.

Die Befürchtung mag für T-Mobile und Vodafone mit 80 % Kundenmarktanteil vor dem Start von UMTS- Diensten noch nachvollziehbar sein. Für E-Plus und O2 ist sie es nicht. Die beiden kleineren Anbieter haben die Chance, durch merkliche Preissenkungen für Sprachverbindungen eine größere Kundenzahl von den beiden Platzhirschen abzuwerben und ihre Netze mit mehr Verkehr besser auszulasten. E-Plus und O2 sollten also für Sprachverbindungen den Preisabstand zu ihren Konkurrenten vergrößern. Das gilt erst recht bei der Einführung UMTS-basierter Angebote. Niedrige Preise für Sprachverbindungen, die gebündelt mit neuen Datendiensten offeriert werden, könnten den beiden Unternehmen helfen, im UMTS-Geschäft erfolgreicher zu agieren.

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