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Microsoft geht in die Vollen

Microsoft will der komplette Lieferant von Software für Unternehmen werden. Das war spätestens nach der Übernahme der beiden Softwarehäuser Great Plains und Navision klar. Doch mit welchem Arbeitseifer tatsächlich die Sache angegangen wird, zeigen erst zwei Meldungen aus diesen Tagen.

HB DÜSSELDORF. Satya Nadella, als Vice President für die Produktentwicklung bei Microsoft zuständig, erklärte gegenüber der US-Zeitschrift Interweek, dass derzeit 40 Prozent der 1700 Entwickler des Bereichs Business Solutions am so genannten "Project Green" arbeiten. Was nur den Schluss zulässt, dass es eine große ERP-Lösung (Enterprise Resource Planning) werden soll und damit SAP, Oracle und Peoplesoft eine schlagkräftige Konkurrenz bekommen. Doch bis es soweit ist, will Microsoft offensichtlich erst bei kleinen und mittleren Unternehmen Punkte sammeln.

Da das größte Softwarehaus der Welt, wie man weiß, neben der "weichen Ware" auch über sehr viele harte Dollar auf der hohen Kante verfügt, drängt es sich geradezu auf, die flüssigen Mittel für die Erschließung der Märkte einzusetzen. Folglich die zweite Botschaft: Microsoft bietet mittelständischen Betrieben ab dem 1. Oktober 2003 mit "Total Solution Financing" ein neues Modell für die Finanzierung von Unternehmenssoftware. Wie berichtet wird, sollen im Rahmen dieses Modells die gesamten Projektkosten einer ERP-Installation finanziert werden, somit auch die Hardware, die Implementierung und anfallende Dienstleistungen.

Die angebotenen Finanzierungszeiträume von drei bis fünf Jahren sind möglicherweise ein Indiz für die zeitliche Vorstellung, wann Microsoft auch bei der Unternehmenssoftware ein gleichwertiger Konkurrent von SAP oder Oracle sein will.

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