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Mit Aldi in die Krise

Aldi ist gut und böse zugleich. Gut ist, dass ein Aldi-Einkauf die Haushaltskasse schont und die Umsatz-Entwicklung des Lebensmittelhändlers stetig nach oben treibt.

Nach 18 Mrd. Euro im vergangenen Jahr wird Aldi bis Jahresende schätzungsweise 20,7 Mrd. Euro umsetzen, so das Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research. Glaubt man der Medien- und Werbebranche, ist das sagenhafte Aldi-Wachstum dagegen Gift für die Werbeerlöse. Auch im Oktober sind die Werbeeinnahmen im Fernsehen sowie bei Zeitungen und Zeitschriften um weitere 3,3 % geschrumpft.

Verleger und Werber sind sich einig: An der Medienmisere ist auch Aldi schuld. Weil die Markenartikler durch die Aldi-Konkurrenz in diesem Jahr immer weniger einnehmen, bleibe weniger Geld für Markenwerbung übrig. Die Zeitungen sollten ab sofort kritischer über den Lebensmittelgiganten Aldi berichten, wird jetzt in Verlegerkreisen laut. Propaganda bietet aber keinen Ausweg aus der Werbekrise. Denn auf den "Feind" kann die Medienbranche keinesfalls verzichten: Die Unternehmen mit den größten Werbeausgaben in diesem Jahr sind Lidl, Media Markt - und Aldi.

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