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Mit leeren Händen

Eigentlich sollte die Fusion der Tiefdruckereien zwischen Springer, Gruner + Jahr (G + J) und der Bertelsmann-Tochter Arvato bereits im Frühjahr unter Dach und Fach sein.

Damit sollte ein neuer Druck-Gigant mit mehr als 5 000 Mitarbeitern entstehen. Doch bis auf bloße Ankündigungen ist nichts geschehen. Heute nun könnte ein erster Fortschritt erzielt werden. Denn Springer will die Mitarbeiter darüber informieren, dass ihre Tiefdruckereien in eine eigene Firma ausgegliedert werden sollen, um sie später in die gemeinsame Druckholding einzubringen.

Damit wäre aber nur der halbe Weg beschritten: Denn immer noch rangeln Arvato und G + J mit Springer um Bewertungsfragen. Schuld daran ist Arvato. Die Bertelsmann-Tochter will partout nicht davon abrücken, die in Liverpool geplante Druckerei in das Joint Venture einzubringen.

Doch dies bringt den Springer-Chef Mathias Döpfner unter Druck. Grund: Er soll hierfür einen Ausgleich von bis zu 40 Mill zahlen, wenn er weiterhin ein Mitspracherecht haben will. Damit fehlt Döpfner aber das Geld, um weiteres Wachstum über Innovationen anzuschieben. Fraglich ist, ob sich der Springer - Chef hierauf einlässt. Sollte Bertelsmann das Spiel überreizen, könnte sich Springer noch mit dem Konkurrenten Polystar verbünden. Dann stünden Arvato und G + J am Ende mit leeren Händen da.

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