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Mobiles Digital-TV

Seit vergangenem Jahr gibt es im Raum Berlin-Brandenburg keine analoge Fernsehausstrahlung mehr über die traditionelle Antennentechnik. Fernsehen per Antenne gibt es dort nur noch digital.

Seit vergangenem Jahr gibt es im Raum Berlin-Brandenburg keine analoge Fernsehausstrahlung mehr über die traditionelle Antennentechnik. Fernsehen per Antenne gibt es dort nur noch digital. Wer es nutzen will, braucht dafür eine Set-Top-Box nach dem "Digital Video Broadcasting Terrestrisch" Standard (DBV-T). Weitere Ballungsräume sind dem Beispiel gefolgt und bieten nun digitales Fernsehen an.

Ein wichtiger Vorteil des Fernsehens der Zukunft: DVB-T ermöglicht es, bei niedrigeren Kosten deutlich mehr Programme per Antenne auszustrahlen. Doch auch jetzt gab es per Kabel und Satellit schon über 30 frei empfangbare TV-Sender. Das alleine reicht also als Grund nicht aus.

Spannend wird DVB dagegen, wenn es als Plattform für die Verteilung von Fernseh-Formaten auf mobile Endgeräte mit kleinen Bildschirmen und niedrigem Stromverbrauch dient. Zentrale Voraussetzung für die Konvergenz funkgestützter Video-Anwendungen auf stationären und neuen mobilen Geräten ist ein einheitlicher europäischer Standard. Gerade für die nach Umsatzquellen fahndenden UMTS-Netzbetreiber bietet der Standard DVB-H(andheld) Chancen. Sie können mit TV-ähnlichen interaktiven Diensten mehr Privatkunden dazu motivieren, zu UMTS zu wechseln. Deshalb sollten die hiesigen UMTS-Lizenzinhaber mit Medienunternehmen und DVB-T-Netzbetreibern rasch Pilotprojekte für mobile TV-Anwendungen vorantreiben.

Thorsten J. Gerpott ist Professor an der Uni Duisburg.

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