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Musikvertrieb im Umbruch

Apple hat mit seinem "iTunes Music Store" den Musikmarkt heftig in Bewegung gebracht: Mehr als 30 Millionen Songs verkaufte der Computer-Nischenanbieter in weniger als einem Jahr. Jetzt rollt die Welle.

Pepsi verschenkt via Gutschein auf Getränkeflaschen 100 Millionen Songs. Heineken arbeitet mit Real Networks zusammen. Ein Sony-Service soll noch dieses Jahr starten. Das Breitband-Internet wird den Markt antreiben: Forrester Research sagt voraus, dass die Kunden 2007 in Europa Songs für 1,7 Milliarden Euro legal aus dem Internet herunterladen werden.

Nur die Musikbranche hat noch kein funktionierendes Geschäftsmodell gefunden. Seit dem Boomjahr 1997 hat sie an die 40 % ihres Umsatzes eingebüßt, es gibt ungefähr 100 Millionen mehr gebrannte als gekaufte CDs. Bisher hat die Branche vor allem juristisch reagiert statt mit attraktiven Angeboten. Zur Cebit startet die deutsche Musikindustrie nun mit großer Verspätung die Vertriebsplattform Phonoline.de. Wichtige Vertriebspartner gehen allerdings schon jetzt auf Distanz.

Und künftig? Sollte die Musikindustrie nicht schneller umdenken, werden Mobilfunkanbieter die Gewinner im mobilen Musikgeschäft sein. Laut A.T. Kearney könnten bis 2006 bis zu 30 % der Musik-Umsätze über mobile Systeme erzielt werden. O2 ist mit seinem Angebot "Active Music" schon auf dem Markt.

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