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Nero statt Kirch

Du kannst jeden töten, nur nicht Deinen Nachfolger" sagte einst Philosoph Seneca seinem Zögling Nero.

Der frühere Kirch-Vize Jan Mojto setzt nun dem bizarren Imperator ein TV-Denkmal - während sein Nachfolger an der Seite von Leo Kirch, Dieter Hahn, mit den Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft beschäftigt ist. Mojto, der feinsinnige Medienmanager mit den guten Manieren, hat es geschafft, sich nicht in den Strudel der Kirch-Pleite hineinziehen zu lassen. Statt dessen stieg der Produzent mit seiner Firma EOS wieder groß ins Filmgeschäft ein - mit Erfolg.

Mit der Produktion des TV-Zweiteilers "Nero und Agrippina", dessen Dreharbeiten nun im tunesischen Hammamet beginnen, setzt Mojto wirtschaftliche Maßstäbe. 12 Millionen Euro kostet der auch mit Fernsehgebühren finanzierte Film. Zum Vergleich: Der Kinostreifen "Das Wunder von Bern" kam mit bescheidenen 7,5 Millionen Euro aus. "Nero und Agrippina" ist die zweite Produktion einer Reihe aufwendiger Zweiteiler über den Aufstieg und den Fall des Römischen Reiches. Ob die Filme ihr Geld wert sind, darüber kann sich der Zuschauer bald eine Meinung bilden: Der erste Zweiteiler "Mein Vater, der Kaiser" über Kaiser Augustus läuft am 6. und 7. Januar um 20.15 Uhr im ZDF. Dann wird sich zeigen, ob man mit dem Zweiten wirklich besser sieht.

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