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Online-Handel wird erwachsen

Weihnachten 2002 könnte als der Zeitpunkt in die Geschichte des Internets eingehen, als das Web als Wirtschaftsfaktor erwachsen wurde.

In den USA sind die Online-Umsätze im vierten Quartal um 65 % auf rund 25 Milliarden Dollar gewachsen und nehmen damit inzwischen volkswirtschaftlich relevante Größenordnungen an. Auch das Kaufverhalten im Internet gleicht sich immer stärker an die aus dem stationären Handel bekannten Muster an: Der Preis wird zum schlagenden Verkaufsargument. Davon profitieren die Großen wie der Marktplatzgigant Ebay und der führende Online-Händler Amazon. Die "Wal-Martisierung" des Internets ist im vollen Gange. Auch dominieren im Web schon lange nicht mehr die Technikfreaks. Vielmehr beherrschen niedrigpreisige Bekleidung und Accessoires das Weihnachtsgeschäft, und die größten prozentualen Zuwächse gibt es in Kategorien wie Heim- und Gartenbedarf.

In Europa gleicht sich zuerst Großbritannien an die US-Verhältnisse an, mit rund einem Jahr Verzögerung. Deutschland scheint ein weiteres Jahr hinterherzuhinken und von Volumen und Verhaltensmustern den USA vor zwei Jahren zu entsprechen: Neben Büchern, CD und DVD steht hochpreisige, erklärungsbedürftige Konsumelektronik wie Digitalkameras und DVD-Spieler auf den vorderen Stellen der Verkaufscharts. Der Umsatz ist insgesamt noch so gering, dass von einem Massenmarkt keine Rede sein kann. Aber das hat ja auch einen Vorteil: Die Wachstumsraten stimmen, und die Online- Händler können sich vom trostlosen allgemeinen Konsumklima abkoppeln.

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