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Rückschritt vorwärts

Der erste Eindruck täuscht: Die Zahl der Mobilfunkgesellschaften auf dem US-Markt nimmt durch die Fusion von Cingular mit AT&T Wireless zwar gerade ab. Gleichzeitig rüstet sich aber ein anderer Konzern mit einer altbekannten Marke für seinen Wiedereintritt in das Geschäft: AT&T.

Vor drei Jahren entließ das Unternehmen seinen Mobilfunkarm AT&T Wireless in die Unabhängigkeit und suchte sein Heil in der Strategie, sich nur auf Festnetzangebote zu konzentrieren - ein Trend, den auch andere mitmachten, beispielsweise die britische BT, um ihre Schulden zu senken.

Inzwischen haben die Briten diesen Schritt korrigiert und bieten ihren Kunden auch Mobilfunkdienste an, die sie bei Vodafone einkaufen. Im ersten Quartal nächsten Jahres will auch AT&T diesen Weg gehen und Mobilfunkservices von Sprint vertreiben. Ein neuer Trend macht sich damit breit: Nicht mehr die Konzentration auf ein Kerngeschäft, sondern alles aus einer Hand. Genau das fordern die Nutzer. Vor allem die Geschäftskunden wollen es einfach und bequem haben, sagen Branchenexperten.

Aber was wird das AT&T bringen? Ist das die Rettung für ein Unternehmen, das seit Jahren nach einer Wachstumsstrategie sucht? Keineswegs. Im besten Fall werden die Mobilfunkangebote nach Einschätzung von Analysten den seit fast vier Jahren andauernden Umsatzrückgang bei AT&T etwas aufhalten können. Den Fehler, seine Mobilfunksparte und damit den Wachstumstreiber abzuspalten, wird der Konzern damit aber bei weitem nicht kompensieren können.

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