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Same Player Shoots Again

Das muss man Nokia lassen: So leicht geben die Finnen nicht auf. Nach dem desaströsen Start mit dem Spielehandy "N-Gage" im Oktober kommt nur Monate später eine neue Version, bei der Nokia sich die Kritik der Kunden sichtlich zu Herzen genommen hat.

Das "N-Gage QD" ist kleiner, leichter, billiger und man kann die Spiele wechseln, ohne gleich das halbe Gerät zerlegen zu müssen. Ab Mai soll das gestern angekündigte Handy verkauft werdent.

Der Schuss muss jetzt aber sitzen. Handys und Spielekonsolen wachsen zunehmend zusammen und mobiles Entertainment ist schon heute ein lukrativer Markt. Hersteller von Handyspielen verzeichnen dreistellige Wachstumsraten. Anfang 2005 bringt zudem Unterhaltungsriese Sony eine portable Spielekonsole ("PSP") heraus, die mit Wireless Lan ausgestattet ist. Dann wird der Kampf um den heute von Nintendo ("Gameboy") beherrschten Markt voll entbrennen.

Dann muss Nokia ganz vorne mitmischen. Sonst wäre es die zweite Niederlage in kurzer Zeit. Jüngst hat das Unternehmen eingeräumt, dass es den bei Jugendlichen auf aller Welt beliebten Klapphandys im mittleren Preissegment zu wenig Beachtung geschenkt hatte. Hier dominieren jetzt Samsung, Sharp und Co. Die Quittung: Nokia wächst langsamer als der Gesamtmarkt. Diesen Fehler will und muss Nokia beim Mobile Gaming vermeiden. Same Player Shoots Again.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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