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Scheinbar faires Angebot

So war das wohl nicht gemeint gewesen, als Verbraucherministerin Renate Künast spezielle Handy-arife für Jugendliche forderte: Minutenpreise von bis zu 0,99 Euro und damit in der höchsten Preisklasse sowie nur scheinbar kostenlose Kurznachrichten, die aber über ein Internetportal verschickt werden müssen und daher Extra-Kosten mit sich bringen.

Das sind zwei Elemente eines neuen Tarifs speziell für die "junge Zielgruppe", den der Mobilfunkdienstleister Victorvox jetzt vorgelegt hat. "Fair Style" heißt das Angebot. Mit der Forderung von Künast, das Risiko hoher Handyrechnungen bei Jugendlichen zu minieren, hat dies allerdings nicht viel gemein. Dem Tarif fehlt beispielsweise eine eingebaute Kostensperre. Der sorglose Umgang mit Mobiltelefonen gilt als Hauptgrund für die hohe Verschuldung von Jugendlichen.

Eines muss man den Marketingstrategen von Victorvox aber lassen: Sie führen die Nutzer von "Fair Style" sehr geschickt an alle Dienste heran, für die junge Leute offenbar viel Geld auszugeben bereit sind und die Schulden nach sich ziehen: Klingeltöne und Logos. Wöchentlich wird dem Kunden ein solches Gimmick automatisch zugeschickt. Klar, dass die mit der Zeit mehr davon haben wollen. Fair Style ist also nur scheinbar ein faires Angebot.

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