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Schlappohr im Internet

Er guckt nicht nur so traurig, der schwarze Labrador von Lycos, er ist es wohl auch.

Auf der gestrigen Hauptversammlung hat der Mehrheits-Eigentümer des Internetportals, Terra Networks, bestätigt, dass man vier Kaufangebote für die US-Tochter des Unternehmens prüfe und bereits eine Vereinbarung geschlossen habe, um Google - statt Lycos - als Suchtechnologie einzusetzen. Der Verkauf ist also nur noch eine Frage der Zeit und noch nicht mal des Preises. Angeblich soll die fast leer gesaugte Hülle gerade mal um 100 Mill. $ verkauft werden. Bezahlt wurden Milliarden.

Doch was die spanische Mutter betrübt, könnte sich für Lycos letztlich als Glücksfall erweisen. Terra, Terras Mutter Telefonica und Lycos passten zusammen wie Feuer und Wasser, machten sich gegenseitig Konkurrenz. Ein neuer Eigentümer könnte wieder Schwung in die Internetmarke bringen.

Das hätte auch Lycos Europe dringend nötig, um mit neuen Ideen eine letzte Chance gegen Konkurrenten wie Google oder Web.de zu nutzen. Dass es funktionieren kann, haben die Konkurrenten ja schließlich bewiesen. Also: Ohren steif halten.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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