Navigator: Schlechter als die Deutsche Bahn

Navigator
Schlechter als die Deutsche Bahn

Man mag es nicht glauben, aber ausgerechnet auf die Politik ist Verlass - zumindest für die arg gebeutelten Mobilfunkkonzerne. Der aus Berlin nach Hannover gereiste Wirtschaftsstaatssekretär Alfred Tacke hatte für T-Mobile, Vodafone und Co. einigen Zuspruch im Gepäck: Die Unternehmen hätten ihr Wort gehalten, die neue Mobilfunktechnik UMTS werde pünktlich starten.

Balsam auf die Seelen der Konzerne, haben sie doch in Wirklichkeit noch immer mit großen technischen Problemen zu kämpfen. Die ewigen Verspätungen bei UMTS stellen sogar die Deutsche Bahn weit in den Schatten.

Was auch immer Tacke mit einem pünktlichen UMTS-Start meint - die Kunden werden davon in diesem Jahr nichts merken. Klar, die Mobilfunker legen irgendwann den Schalter um und schalten ihre Netze ein. Aber was heißt das schon, wenn es nicht genügend funktionsfähige Mobiltelefone gibt?

Es ist daher hart an der Grenze zur Lächerlichkeit, dass sich die Unternehmen mit Aussagen brüsten wie: In nur zwei Tagen habe es mehr als 1 000 Anmeldungen für ein UMTS-Testangebot gegeben, das in einigen Monaten starte. "Das stimmt optimistisch", behauptete ein Geschäftsführer von T-Mobile, dem deutschen Mobilfunk-Marktführer. Dass man es nötig zu haben glaubt, so etwas zur Erfolgsmeldung hochzujazzen, zeigt: Die Branche ist tief gesunken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%