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Schlicht verkalkuliert

Es stimmt also doch: Der US-Handyhersteller Motorola hat Lieferschwierigkeiten. Das räumte das Unternehmen Ende vergangener Woche ein.

Mit ähnlichen Problemen hätte aber die gesamte Branche zu kämpfen, verteidigte sich Motorola. Noch im Oktober hatte die Nummer zwei auf dem Handymarkt Berichte über Engpässe dementiert.

Sind Komponenten wie Displays und Kameras nun knapp oder hat Motorola das Weihnachtsgeschäft einfach nur schlecht geplant? Denn bei Herstellern wie Samsung und LG Electronics ist von Lieferschwierigkeiten keine Spur. "Es war klar, dass im zweiten Halbjahr die Nachfrage steigt, daher haben wir genügend Komponenten vorrätig", hieß es bei Samsung selbstbewusst.

Es ist nun müßig darüber zu debattieren, wessen interne Prognose mehr ins Schwarze getroffen hat. Fest steht nur: Die Nachfrage der Mobilfunkbetreiber nach Handys mit Kamera und Multimediafunktionen ist im vierten Quartal enorm angezogen. Denn die Unternehmen wollen die Verbreitung dieser Geräte um jeden Preis forcieren und damit die Kunden endlich an Multimediadienste gewöhnen - die künftigen Wachstumstreiber. Für Motorola heißt das: Der Konzern lässt sich einen Teil des wichtigen Weihnachtsgeschäfts einfach entgehen.

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