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Schlupfloch geschlossen

Die Telekom-Regulierungsbehörde hat ein Schlupfloch geschlossen. Ab Mittwoch dürfen über 0190-0-Nummern keine Sprachtelefonate mehr angeboten werden.

Anbieter wie 01051 Telecom, 01058 Telecom oder Ventelo hatten diese eigentlich für hochwertige Sonderdienste reservierten Vorwahlen genutzt, um unter rund 20 Markennamen wie "Telediscount" oder "Teledump" ganz normale Sprachtelefonate abzuwickeln. So konnten sie das Verbot von Call-by- Call-Gesprächen im Ortsnetz, also der freien Wahl des Telefonanbieters für jedes einzelne Gespräch, umgehen. Doch der Einsatz der 0190-0-Nummern für gewöhnliche Sprachverbindungen durchlöchert die Orientierungshilfe, die Kunden dadurch erhalten, dass solche Vorwahlen bestimmten Dienstetypen vorbehalten sind.

Außerdem gibt es keinen wettbewerbspolitischen Grund mehr, bei der Nutzung von 0190-0-Nummern für gewöhnliche Telefonate ein Auge zuzudrücken. Schließlich ist Call-by-Call im Ortsnetz seit April offiziell zugelassen. Das hat bereits dazu geführt, dass die Konkurrenten der Deutschen Telekom ihren Marktanteil im Ortsnetz von 7,5 % im Jahr 2002 auf heute rund 20 % gesteigert haben. Gleichzeitig sind Ortsgespräche im Schnitt um mehr als fünf Prozent billiger geworden. Es besteht also kein Grund zum Jammern über das 0190-0-Verbot - höchstens, dass es nicht schon ein halbes Jahr früher kam.

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