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Schuld sind die Kommunisten

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat offenbar einen Schuldigen gefunden, dem er sein geringes Wachstum in die Schuhe schieben kann: die Kommunisten.

Chef Jens Alder kritisierte in der Zeitung "Der Bund", Swisscom müsse sein Telefonnetz Konkurrenten zu nicht kostendeckenden Preisen zur Verfügung stellen. Dies sei ein kommunistisches Konzept, sagte Alder. Könnte es sein, dass der Swisscom-Chef Kommunismus mit Wettbewerb verwechselt? Schließlich soll sein Netz ja nicht vergemeinschaftet werden. Alder macht aber wohl die Öffnung des Telekommarktes und damit den Regulierer für sein Dilemma verantwortlich: Swisscom hat keine Wachstumsstory, mit der der Konzern seinen Aktienkurs antreiben könnte.

Zugegeben, das Unternehmen hat eine volle Kriegskasse und kaum Schulden, aber es ist nun mal langweilig und risikoscheu. Das war ein großer Pluspunkt, solange die Konkurrenten unter ihrer Schuldenlast ächzten. Langsam erholen sich diese aber. Alder braucht also Ideen, um sich wieder positiv hervorzuheben. Schuldzuweisungen an den Regulierer werden den Aktienkurs wohl kaum auf die Beine helfen.

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