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Schwerhörige Aufsichtsräte

Bei den Beinahe-Pleiten der Neue-Markt-Firmen spielen die Gründer eine zunehmend unrühmliche Rolle. Michael Weichselgartner von MWG-Biotech oder Georg Nemetschek von der gleichnamigen AG hatten schon vor der Schieflage ihrer Firmen den ersten Schuss nicht gehört.

Beim zweiten mussten sie bereits ihre Posten räumen und verzogen sich in den Aufsichtsrat. Junge Manager sollten den Karren aus dem Dreck ziehen. Doch die alten Chefs regierten immer wieder in ihr Unternehmen hinein. Die Feuerwehrmänner von außen flogen bald wieder raus. Man darf sicher sein, dass derartige Aufsichtsräte auch große Probleme haben, den dritten und letzten Schuss zu hören - Bausoftware-Hersteller Nemetschek etwa verfehlte am Freitag wieder die Prognosen. Wahrscheinlich wäre es besser, wenn Gründer beim Verlassen des Chefsessels gleich ihre Aktien bei einem Treuhänder hinterlegen. Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid ist ein Beispiel - zugegeben: wider Willen.

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