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Spam – Schluss mit lustig

Schätzen Sie doch mal, wie viele E-Mails jeden Tag rund um den Globus verschickt werden? 900 Millionen? 1,5 Milliarden? Drei Milliarden? Weit gefehlt. Es sind rund 31 Milliarden E-Mails Tag für Tag. Und mehr als die Hälfte davon ist Schrott.

Unaufgeforderte Werbemails, Kettenbriefe, Glaubensbekenntnisse oder schlimmstenfalls - der üble Versuch, Viren oder Würmer zu verbreiten. In neudeutscher Computersprache spricht man von "Spam". Das bedeutet nichts anderes digitaler Müll. Doch die organisierten "Spamer" sind für viele Internetnutzer mittlerweile ein zunehmendes Problem. So sind die Nutzer des weltgrößten Online-Dienstes AOL kaum darüber amüsiert, dass obskure Werber das Messaging-System von Windows kapern, um Angebote aller Art abzusondern.

In den USA ist jetzt Schluss mit lustig. Das Repräsentantenhaus hat diese Woche ein Bundesgesetz gegen Spam-Mails verabschiedet, das wohl noch vor dem Jahreswechsel in Kraft treten wird. Es sieht empfindliche Geldstrafen für das Versenden unerwünschter Werbemails vor, und wer per E-Mail Kinderpornografie verschachert oder mit Wucherkrediten ködert, riskiert dann sogar Gefängnisstrafen. Auch auf dem derzeit laufenden Genfer UN-Gipfel über die Informationsgesellschaft steht das Thema "Spam" ganz oben auf der Agenda.

Ob das US-Gesetz zum Vorbild für andere Staaten werden kann, bleibt abzuwarten. Denn staatliche Verbote bedeuten auch staatliche Kontrolle. Und die ist bei E-Mails ein heikles Thema. Doch bei allem gebotenen Augenmaß sollte die Diskussion nicht Jahre dauern. Denn "Spam" nervt!

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