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Sparen alleine reicht nicht

Die Preise für Eintrittskarten und Popcorn sind ausgereizt. Das ist auch dem letzten Kinobetreiber klar geworden. Noch schrauben alle an den Kosten, beispielsweise an den Filmmieten. Doch das hilft nur temporär und bringt keine neuen Umsätze.

Es wird Zeit, dass sich die Kinobetreiber wieder einer sträflich vernachlässigten Einnahmequelle zuwenden: Der Werbung. Sie sorgt in anderen Medien für einen konstanten Grundstrom an Einnahmen. Im Kino des Jahres 2004 laufen immer noch die selben alten Spots von "Marlboro" vor der Gute-Laune-Langnese-Werbung.

Kinos mit Digitalprojektoren können Filme kopiergeschützt per Internet empfangen und aktuelle Werbespots senden, wie sie heute im TV laufen. Diese Woche hat die Digital Cinema Initiatives LLC in Hollywood - alle großen Studios sind dabei - die letzten Spezifikationen für das Digitalkino festgelegt.

Es kann also bald losgehen, wenn sich alle Beteiligten - die auch alle profitieren - an den enormen Investitionen beteiligen. Nur eines bitte nicht, auch wenn es im Digitalkino möglich wäre: Keine Werbepause an der schönsten Stelle. Es gibt Dinge, die kann man getrost dem Fernsehen überlassen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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