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Sportfive fehlen die Teamspieler

Zusammen mit der Firma von Jean-Claude Darmon entstand mit einem Schlag der größte Sportrechtevermarkter in Europa, Sportfive.

Nach anfänglicher Euphorie ist das deutsch-französische Tandem aber schnell aus dem Tritt gekommen: Statt einem Miteinander gibt es nur ein Nebeneinander, bisweilen auch ein Gegeneinander. Denn zwei völlig unterschiedliche Führungsstile stoßen bei Sportfive aufeinander. Die Bertelsmänner kommen schlichtweg mit dem egomanischen Vorstandschef und Ex-Fremdenlegionär Darmon nicht zurecht, der bisher nur ein einziges Mal die deutsche Tochter in Hamburg besuchte. Ergebnis: Die Synergien zwischen Deutschen und Franzosen haben bisher in engen Grenzen gehalten.

Und obwohl die ehemalige Ufa Sports den größten Anteil des Jahresumsatzes von zuletzt 570 Mill. Euro liefert, geben die Franzosen den Ton an. Sportfive fehlen die Teamspieler. Der Gesellschafter RTL Group kennt die Probleme und schweigt. Kein, Wunder, denn Jean-Claude Darmon ist nicht so einfach loszuwerden. Ihm gehören schließlich 5 % der Aktien. Untätigkeit ist aber auf Dauer auch keine Lösung für die Sportfive. Das Fiasko des französisch-amerikanischen Medienkonzerns Vivendi Universal ist dafür ein warnendes Beispiel: Der Branchengigant droht, in zwei Teile zu zerbrechen. Die Trauer darüber hält sich jedoch in Grenzen - zumindest in den USA.

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