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Sucht euch neue Käufer

Digitalkamera und DVD-Spieler kommen von Aldi, der PC von Lidl, der Windows-PDA mit Navigationsgerät von der Tankstelle. "Geiz ist geil", tönt es aus einem Media-Supermarkt, der Kunde sagt: "Stimmt." - und lässt ihn deshalb auch gleich links liegen.

Während in Westeuropa nach Erhebungen des Branchenverbandes GfU die Ausgaben für Unterhaltungselektronik seit 2000 im Schnitt nur um 3 Euro pro Jahr und Haushalt auf jetzt 240 Euro gesunken sind, sackte der Wert in Deutschland um 17 Euro auf 227 Euro weg. Ein Zeichen für Kaufzurückhaltung und eine allgemeine Verbilligung von Elektronikprodukten. Es zeigt aber auch, dass Fachhandel und Markenhersteller keine Antwort auf das Geschäft mit Sonderposten in Supermärkten und auf Billigimporte gefunden hat.

Dass es auch anders geht, zeigen die Niederlande, Großbritannien und Spanien. Da stiegen die Durchschnittswerte. Vielleicht sollten sich alle Beteiligten nach neuen Käuferschichten umsehen. Jenseits der von den Jungwerbern der großen Agenturen verhätschelten Gruppe der 14 bis 49-Jährigen gibt es viel zu holen. Ein Seniorenhaushalt hat im Schnitt 1 492 Euro im Monat zur freien Verfügung, hat das nordrhein-westfälische Familienministerium gerade festgestellt. Da könnte einiges für hochwertige Unterhaltungselektronik dabei sein. Man muss sie nur mal ernst nehmen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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