Navigator Surfen statt saufen

Sie nennen sich Freibeuter und Weltpokalsieger-Besieger, haben einen Totenkopf auf den Fahnen und fühlen sich noch immer als Arbeiter im Kampf gegen die Pfeffersäcke. Beim FC St. Pauli ist vieles anders.
  • Erich Ahlers (Handelsblatt)
Erich Ahlers ist Redakteur des Handeslblatts.

Erich Ahlers ist Redakteur des Handeslblatts.

DÜSSELDORF. Hier findet man es sogar normal, wenn einem der Hintermann beim Torjubel ein Astra-Bier in den Nacken kippt. Immer schön locker bleiben, das Leben ist eh schon hart genug.

In der Tat. Nach dem Absturz des Ex- Bundesligisten in die Regionalliga Nord mussten die Fans lange zittern, ehe der klamme Kiez-Klub die Lizenz für Liga drei erhielt. Erst nach allerlei rührigen Aktionen - Kuchen, "Ret- ter"-T-Shirts und 10 000 Dauerkarten wurden verkauft - war alles klar.

An Fußballern aber mangelt es. Beim ersten Training kratzte man irgendwie zwölf zusammen - etwas wenig. Weitere müssen her, weitere Retter-Taler ebenso. Woher nehmen? Die Antwort: ein Internet-by-Call-Tarif, der mit 1,91 Euro pro Minute zum Wohle des Vereins abgerechnet wird. Klubpräsident Corny Littmann kommentiert trocken: "Was für den einen das Saufen, ist für den anderen das Surfen."

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