Navigator
Tabula rasa bei AOL Deutschland

Wechsel scheint derzeit das einzig Konstante beim Online-Dienst AOL. Mit enormer Schlagzahl hat der Krisen geschüttelte Online-Konzern in den vergangen Monaten US-Führungskräfte verschlissen. Und jetzt macht AOL offenbar auch in Deutschland reinen Tisch.

Nach Informationen des Branchendienstes Kress hat am Wochenende der bisher für Inhalte und E-Commerce zuständige Geschäftsführer Klaus Täubrich seinen Schreibtisch räumen müssen - die Stelle wurde ersatzlos gestrichen.

Wenige Wochen vorher hatte bereits der langjährige Deutschland-Chef Uwe Heddendorp das Unternehmen verlassen. Doch das große Aufräumen bei AOL Deutschland wird sich nicht alleine auf die Führungskräfte beschränken. Auch bei den rund 1 200 Mitarbeitern in Deutschland wird es zahlreiche Entlassungen geben. Neues auch bei der Strategie: In Zukunft will sich AOL auf das leistungsfähigere, aber auch teurere Breitband-Internet konzentrieren. Interessant! Hatte nicht AOL in Deutschland jahrelang seine Energie darauf verwendet, mit der Deutschen Telekom einen Glaubenskrieg über Pauschaltarife im schmalbandigen Internet zu führen?

Diese Zeit hat die Telekom zusammen mit ihrer Internet-Tochter T-Online genutzt, um den den lukrativen Zukunftsmarkt DSL gründlich zu besetzen. Die AOL-Strategen, so scheint es, haben sich verzockt; und jetzt bleibt ihnen nichts anderes übrig, als der Entwicklung hinterher zu laufen. Allerdings haben sich die Vorzeichen dabei gründlich geändert. Vor zwei Jahren noch spielte Geld-Stichwort Anlaufverluste - für AOL in Europa kaum eine Rolle. Das hat sich definitiv geändert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%