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Testfall in Down Under

Australische Mobilfunkbetreiber gehen recht unkonventionelle Wege: Telstra hat am Mittwoch angekündigt, die Hälfte des neuen Netzes für schnelles Surfen im mobilen Internet von dem kleineren Konkurrenten Hutchison zu kaufen.

Die Unternehmen werden sich zwar weiterhin beim Anwerben von Kunden einen Wettstreit liefern, aber das Netz gemeinsam nutzen. Das hat Vorteile für beide Seiten: Telstra, der größte Telekombetreiber in Down Under, kann deutlich schneller als seine Hauptrivalen Optus und Vodafone neue Handy-Dienste wie Videotelefonie anbieten. Hutchison dagegen bekommt eine Finanzspritze. Die kann das Unternehmen gut gebrauchen, denn es hat weltweit Milliarden in die neue Mobilfunktechnik gesteckt, die nur Verluste einbringt.

Australien könnte ein Testfall sein für Hutchison, um auszuloten: Wie gut eignen sich solche Kooperationen dafür, im Mobilfunkgeschäft schneller in die schwarzen Zahlen zu kommen?

Das Modell ist aber nur begrenzt übertragbar, denn in vielen Ländern machen regulatorische Auflagen solche engen Kooperationen unmöglich. In Deutschland ist es beispielsweise nur möglich, einen kleinen Teil des Netzes gemeinsam zu nutzen. Da ist es schon wahrscheinlicher, dass die australischen Konkurrenten kopieren, was Telstra und Hutchison vormachen. Man sei durchaus an einer Netz-Ehe interessiert, deutete Optus an. Dafür kommt nur noch Vodafone in Frage, die bisher aber noch nicht Ja gesagt haben.

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