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Teure mobile Bildchen

Die Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland sind infolge langsamer steigender Kundenzahlen und stagnierender Durchschnittsumsätze pro Kunde auf der Suche nach neuen Gewinnquellen.

Große Hoffnungen setzen sie auf multimediale Kurznachrichten, insbesondere auf die Übertragung der mit Kamera-Handys geknipsten Fotos. Marktprognosen zufolge wird in Westeuropa der Anteil der Kamera- Handys am Verkauf von Mobiltelefonen von knapp 10 % in diesem Jahr auf weit über 60 % im Jahr 2006 steigen. Doch das allein reicht nicht, um Kunden regelmäßig zum mobilen Versand von Schnappschüssen zu motivieren.

Hierzu müssen sich die Fotoqualität, die Kompatibilität der Handys verschiedener Hersteller und die Geschwindigkeit der Bildübertragung verbessern. Vor allem aber müssen die Preise für solche Multimedia-Messaging- Services (MMS) sinken. Aktuell verlangen die vier Anbieter in trauter Eintracht für eine netzinterne MMS mit einer Größe von 30 bis 100 Kilobyte 0,99 Euro. Wird ein Foto in andere Netze verschickt, sind es 1,29 Euro.

Das ist zu teuer, um Kamera-Handy- Besitzer zum häufigen Fotoversand zu veranlassen. Für sie ist es meist billiger, ein Bild als Anhang einer mobilen E-Mail über den GPRS-Datendienst zu verschicken. Falls die Mobilfunknetzbetreiber ihre MMS-Preisstrategie nicht ändern, werden sie vergeblich auf den Erfolg dieses Dienstes bei Privatkunden warten.

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