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Überflüssiger Dirigismus

Die Auseinandersetzung gewinnt an Schärfe. Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) zerrt Fujitsu-Siemens vor den Kadi.

Der PC-Hersteller soll für jedes Gerät 30 Euro auf den Tisch legen, weil mit den Computern Millionen illegaler Kopien von geschützten Werken gefertigt werden. Die zuständigen Richter haben keine leichte Aufgabe vor sich. Natürlich ist es richtig, dass die modernen Medien wie CD-Brenner, Computerfestplatten, Drucker und Scanner die Produktion von Raubkopien zu einer Art Volkssport haben werden lassen. Die Lösung des Problems drängt, schließlich gehen nicht nur den Künstlern sondern auch den Plattenfirmen milliardenschwere Einnahmen durch die Lappen. Ob allerdings eine pauschale Abgabe auf alle PC?s, noch dazu auf nur nationaler Basis, der Weisheit letzter Schluss ist, darf getrost angezweifelt werden. Raubkopien werden in aller Welt erstellt, es handelt sich nicht um ein rein deutsches Problem. Sinnvoller wäre es, die Entwicklung geeigneter Mechanismen für einen Kopierschutz zu fördern. Damit könnte nicht nur verhindert werden, dass der schädliche Dirigismus in Deutschland weiter um sich greift. Es würde auch deutsches Know-how unterstützt. Forscher etwa am Fraunhofer Institut arbeiten nämlich seit längerem an digitalen Schutzvorrichtungen.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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