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Unendliche Geschichte

Günter Grass hat mal wieder Recht: Der Fortschritt ist eine Schnecke. Den Beweis liefert erneut die Mobilfunkbranche.

Seit Jahren reden die Unternehmen von einem Standard für ein mobiles Bezahlsystem, mit dem das Handy zur Geldbörse wird. Anfang 2005 könnte es - wenn alles gut geht - wirklich soweit sein. Den Termin stellte gestern ein Manager von Simpay auf der Mobilfunkmesse in Cannes in Aussicht. Das wäre dann volle drei Jahre später als ursprünglich geplant.

Europas führende Mobilfunkgesellschaften Vodafone, T-Mobile, Orange und Telefónica Móviles haben Simpay gegründet mit dem Ziel, dem Handy als Geldbörse zum Durchbruch zu verhelfen und einen Standard dafür zu etablieren. Eigentlich, so Simpay, stünde die Technik bereits Ende dieses Jahres zur Verfügung. Man wolle aber mit seiner Anzeigenkampagne für den neuen Dienst nicht im trubeligen Weihnachtsgeschäft untergehen, und deshalb werde man den kommerziellen Start des Bezahldienstes erst nach Weihnachten in Angriff nehmen. Klingt nicht besonders überzeugend angesichts der vielen Verzögerungen, für die das Projekt bislang bekannt ist.

Die Geschichte ist schon etwas absurd für die Branche: Eigentlich verbindet man mit Mobilfunk eher Schnelllebigkeit. Doch die These ist bald überholt, wenn die Unternehmen auch bei anderen Projekten in dem Tempo arbeiten wie bei Simpay.

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