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Unter Räubern

Der Musikbranche geht es nicht gut. Raubkopien und ihre Verbreitung via Internet haben schon viele Umsatzmillionen gefressen.

Apple-Chef Steve Jobs hat mit seinem Internet-Musikvertrieb iTunes bewiesen, dass das Internet nicht das Todesurteil der Musikbranche ist, sondern ein neuer Vertriebskanal, der stattliche Ergebnisse abwerfen kann. Apples Erfolgsrezept ist simpel: Transparente Navigation, ein klares Lizenz-Angebot und ein einfaches Preismodell - keine Hexerei also, sondern eine schallende Ohrfeige für die Musikbranche und ihr ewiges Lamento über Napster & Co.

Doch iTunes ist angreifbar. Es ist derzeit nur für Apple-Besitzer in den USA verfügbar. An diesem Punkt wird die Musikbranche attackieren. Ein klassisches "Rat-Race": Wer als Erster Apples Modell global und plattform-unabhängig kopiert, gewinnt. Zweite Plätze dürfte es kaum geben.

Nur: Wer soll das sein? Ein Internet-Plattenladen kann seiner Kundschaft kaum abverlangen, zu wissen, wo Heino oder Eminem unter Vertrag stehen. Also müssen die Branchenriesen ihre Lizenzen austauschen. Angesichts der Klageflut, mit der sie sich gerade überziehen, ist dies eher unwahrscheinlich.

Damit wären unabhängige Dritte in der Vorhand: Amazon etwa, oder eben Apple. Immer vorausgesetzt, die Musikfirmen sind bereit, Lizenzen zu vergeben und das Geschäft mitzunehmen.

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