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Verbrecherjagd per SMS

"Banküberfall in der Innenstadt. Zwei Maskierte flüchtig in rotem Golf mit Kennzeichen KA-ABC 123. Hinweise bitte an jede Polizeidienststelle." Mit Textnachrichten wie diesen, die via Handy verschickt werden (so genannte SMS), könnte die Polizei künftig auf Verbrecherjagd gehen.

In ersten Probeläufen hat sich die Fahndung per SMS zumindest bewährt. Dieses Fazit zieht die Polizei in Städten wie Karlsruhe, Bochum und Rendsburg, die sich an einem Pilotprojekt des Bundeskriminalamtes beteiligt haben. So haben Polizisten beispielsweise mit der Hilfe von Bus- und Taxifahrern, die vorher mit einer Kurznachricht per Mobiltelefon alarmiert wurden, nach vermissten Personen gefahndet; Politessen und Kaufhausdetektive halfen bei der Suche nach Dieben.

Die Methode hat nur einen Haken: Sie ist nicht billig. Schnell kommen einige Hundert Euro zusammen, wenn die Polizei solche SMS en masse verschickt. 13 Cent kostet beispielsweise das Versenden einer 160 Zeichen langen Nachricht die Polizei in Karlsruhe - bei einer Aktion mit jeweils zehn SMS an 140 Teilnehmer kamen da schnell knapp 200 Euro zusammen, berichten die Polizisten. Angesichts leerer öffentlicher Kassen könnte also die Fahndung per SMS auf Pilotprojekte beschränkt bleiben. Eigentlich schade, gibt es doch bestimmt genug Bürger, die gerne mal Fahnder spielen würden.

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