NAVIGATOR
Verbunden oder gebunden?

Diese im Telekommunikationsgesetz verankerte "Nummernportabilität" soll es neuen Anbietern erleichtern, Kunden zu gewinnen.

Im Mobilfunk hat es lange gedauert, bis die Rufnummern beweglich wurden:Erst heute ist es so weit. Doch die Marktführer T-Mobile und Vodafone verlangen von wechselwilligen Kunden Gebühren von rund 25 Euro, wenn sie ihre Nummer mitnehmen wollen. Dass sie damit - wie gesetzlich vorgeschrieben - nur die Kosten in Rechnung stellen, die einmalig beim Wechsel des Kunden entstehen, wage ich zu bezweifeln. Eigene Kostenanalysen zeigen:Der Wechselbetrag ist mindestens um 50% zu hoch.

Die beiden "Platzhirsche" wollen also offenbar dafür sorgen, dass es sich für die kleineren Anbieter E-Plus und O2, aber auch für Wiederverkäufer von Mobilfunk-Minuten nicht mehr lohnt, ihnen profitable Geschäfts- und Privatkunden abzuwerben. Scheinbar haben die beiden großen Anbieter, mit denen knapp 80% der 56 Millionen deutschen Mobilfunkkunden telefonieren, wenig Vertrauen in die Einmaligkeit ihrer Leistung. Auch ihren Bemühungen zur Kundenbindung scheinen sie nicht zu trauen. Wären die meisten Kunden nämlich ihrem Mobilfunk-Dienstleister innerlich verbunden, dann könnten diese es sich leisten, auf die Kunden zu verzichten, die bloß durch hohe Wechselentgelte äußerlich gebunden sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%