Navigator
Von Banken lernen

Die Deutsche Telekom sollte den nationalen Privatkundenmarkt als entwicklungswürdig einstufen. Schließlich erwirtschaftet die Telekom allein durch Grundgebühren mit rund 27 Millionen Kunden im Inland satte Deckunsbeiträge.

DÜSSELDORF. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke wird von Analysten gern mit der Frage gequält, wo die attraktiven Perspektiven zur Geschäftsentwicklung seines Hauses zu erkennen seien. Bei der Hauptversammlung reagierte er darauf wieder mit der Standardantwort, dass man sich auf die Märkte für Mobilfunk und Geschäftskunden und auf Osteuropa konzentrieren werde. Normale Privatkunden kommen dabei nicht vor. Das ist ein Fehler. Immerhin erwirtschaftet die Deutsche Telekom mit rund 27 Millionen privaten Kunden im Inland satte Deckungsbeiträge allein durch Grundgebühren.

Privathaushalte werden weniger von der Konkurrenz umworben und sind mit viel geringerem Aufwand als Geschäftskunden an den Konzern zu binden. Aus dem Bankensektor ist bekannt, dass die Citibank mit Privatkundenprodukten Rekordgewinne einfährt und die Deutsche Bank über ihre Schwäche im Konsumentenmarkt betrübt ist. Deshalb sollte die Telekom den nationalen Privatkundenmarkt als entwicklungswürdig einstufen und sich bei der Strategie nicht von wenig durchdachten Analystenempfehlungen leiten lassen. Erforderlich ist eine Privatkunden- Strategie, die Kostensenkungen bei internen Prozessen mit neuen Produkten verbindet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%