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Was Verbraucher wirklich wollen

Per Post, als maßgeschneiderte Haustür-Offerte oder immer öfter per E-Mail: Im Verbraucher-Wunderland von morgen bekomme ich genau das Angebot, das auf meine Wünsche und Vorlieben zugeschnitten ist.

Vorausgesetzt, ich habe vorher brav meine Daten gespendet. Die Profis im Data-Mining kennen mich bald besser als mein bester Freund - ja und?

Als Verbraucher profitiere ich von der neuen Transparenz, solange ich wirklich gezielter informiert und besser bedient werde. Datenschutz, etwa die derzeit diskutierte EU-Datenschutzrichtlinie, die illegale transnationale Daten-Deals verhindern will, erschwert vor allem die Kommunikation internationaler Konzerne. Dem aufgeklärten Verbraucher nutzt sie nur abstrakt. Die ideologische Basis für solchen Datenschutz kommt aus einer Zeit, als wir uns noch nicht durch getürkte Online-Adressen und Alias-Identitäten vor Angebotsfluten schützen konnten.

Wo vitale Interessen berührt sind, wird niemand etwas gegen einen vernünftigen Datenschutz einwenden. Warum aber darf der mündige Verbraucher nicht selbst entscheiden, wie viel Datenschutz er will? Voraussetzung dafür wäre aber eine breite Informationsoffensive, die Risiko und Nutzen des gläsernen Konsumenten offen legt. Wenn die Nutznießer der neuen Datenflut von der Versicherungsgesellschaft bis zum Versandhändler nicht bald um Vertrauen werben, werden sie den Kampf um die Offenheit des Verbrauchers verlieren.

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