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Weg mit den Nebenkosten

Die Geschichte des TV-Kabels in Deutschland ist eine einzige Katastrophe. Dass wir in der globalen Multimedia-Nahrungskette immer weiter abrutschen, liegt nicht zuletzt daran. Und der Abstieg ist unaufhaltsam, wenn wir nicht Innovations hemmende Zöpfe abschneiden.

Zum Beispiel, dass TV-Kabel in Mietwohnungen zwangsweise über Nebenkosten abgerechnet werden kann. Ein ewiger Geldquell ohne Modernisierungsdruck. Der Mieter muss zahlen, wenn es nur irgendwie funktioniert. Selbst wenn er es nicht nutzt.

Innovative Kabelfirmen, die etwa Internet per Kabel anbieten wollen, kommen an den Multimediamuffeln unter den Wohnungsbesitzern nicht vorbei. Sie leiden still mit den Mietern mit.

Der Gesetzgeber muss zwangsweise den MultimediaAnschluss aus den Nebenkosten herauslösen und Wettbewerb zulassen. Nur wenn sich auch die Langweiler unter den Wohnungsgesellschaften dem Wettbewerb der Breitbanddienste stellen müssen, weil sich sonst ganze Wohnblöcke zur Kabel-Konkurrenz oder DVB-T verabschieden, können wir alle noch einmal aufholen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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