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Wenn zwei sich streiten

Wenn zwei sich streiten, freut sich SAP. Über die geplante feindliche Übernahme des Softwarehauses Peoplesoft durch Oracle reibt man sich in den Chefetagen des Dax-Konzerns lustvoll die Hände.

Wenn zwei sich streiten, freut sich SAP. Über die geplante feindliche Übernahme des Softwarehauses Peoplesoft durch Oracle reibt man sich in den Chefetagen des Dax-Konzerns lustvoll die Hände. Denn während sich die schärfsten Konkurrenten bis auf weiteres zum Übernahmekriegsspiel abgemeldet haben, steigt der Aktienkurs auf lange nicht mehr gesehene Höhen. Warum auch nicht, denn im - für SAP - schlechtesten Fall werden Oracle und Peoplesoft einige Wochen, im besten Fall die kommenden beiden Jahre mit sich selbst beschäftigt sein. Dabei wollte Peoplesoft eigentlich SAP mehr Konkurrenz machen.

Dazu plante Peoplesoft-Chef Craig Conway die Übernahme des kleineren Konkurrenten J.D. Edwards. Doch Oracle-Chef Larry Ellison will sich die Position als Chef-Verfolger von SAP offenbar nicht aus der Hand nehmen lassen. Und deshalb plant Ellison seinerseits nun die Übernahme von Peoplesoft und wenn möglich von J.D. Edwards noch dazu. Doch der Preis ist hoch. Gelingt die Übernahme, steigt die Unsicherheit bei den Kunden von Peoplesoft - scheitert sie, wachsen die Zweifel an der Qualität der Oracle-Programme. Beide Argumente wird SAP in den kommenden Wochen nutzen, um vor allem im US-Markt neue Kunden von den Vorzügen der Software "Made in Germany" zu überzeugen.

Auch bei IBM wird das Wort der Walldorfer künftig mehr Gewicht haben. Denn IBM und Oracle sind die größten Hersteller von Datenbanksoftware. Eine stärkere Position bei Anwendungen wird Oracle für den Verkauf eigener Datenbanken an IBM - Kunden nutzen. Um das zu verhindern braucht IBM Verbündete. Auch das wird SAP zu nutzen wissen.

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