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Werbetricks bei Internetzugängen

Das Unternehmen Ish, das die Kabelfernsehnetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg betreibt, kämpft auf Grund schwerer Managementfehler mit Problemen. Verständlich also, dass es offensive Werbekampagnen fährt.

So rät es in seiner Werbung, die Ish-Preise für schnelle Internetzugänge mit den Entgelten zu vergleichen, die für DSL-Internetanschlüsse über Telefonnetze zu zahlen sind. Nach dem Ish-Vergleich liegt der monatliche Preis für einen Ish-Internetzugang um 20 bis 30 Prozent unter den Preisen anderer DSL-Anbieter. Dabei wird aber der monatliche Grundpreis für einen Telefonanschluss unter der Überschrift "Zwangsbundle" in die DSL-Preise von Wettbewerbern eingerechnet. Das mag zwar kreativ sein, ist aber ungerechtfertigt. Schließlich bekommt der Kunde für den Telefon-Grundpreis eine Leistung, die im Ish-Angebot nicht enthalten ist. Beim Vergleich ohne den Telefongrundpreis zeigt sich, dass Ish - bei höheren Übertragungsraten - monatlich deutlich mehr als die meisten Konkurrenten für das unbegrenzte Internetsurfen verlangt.

Werbung für einen Internetzugang via Kabel, die die Preise vergleicht, ist eine gute Verkaufsförderung, wenn das eigene Angebot wirklich billiger ist als Leistungen der Wettbewerber. Trickreiche Werbung, die auf Informationsdefizite von Kunden setzt, wird aber das Gegenteil von dem bewirken, was gewollt ist. Die Ish-Vergleichsreklame für Internetzugänge ist also keine intelligente Werbung, sondern ein Zeichen dafür, unter welchem Erfolgsdruck das Unternehmen steht.

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