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Zankapfel Olympia

Die Botschaft kam klar und deutlich rüber: ARD und ZDF verschleudern das Geld der Gebührenzahler, indem sie viele Millionen Euro für die Übertragung der Olympischen Spiele ausgeben.

So sieht es der Vorstandschef der privaten TV- Kette Pro Sieben Sat 1 Media AG, Guillaume de Posch, so sehen es auf der Straße befragte Deutsche. Und deshalb wurden ihre Ansichten am Samstag in einem Nachrichtenstück auf Pro Sieben gesendet. Ein Beitrag in eigener Sache sozusagen, denn der Münchener Senderkette mit ihren vier Kanälen sind die Oympiaübertragungen der Öffentlich-Rechtlichen ein Dorn im Auge - weil sie selbst ohne Athen auskommen muss.

Journalistisch ist es zwar verwerflich, die Position des eigenen Unternehmens in einen Nachrichten-Beitrag zu verpacken. Im Kern hat die Senderkette freilich allen Grund, sich über den enormen Aufwand der öffentlich-rechtlichen Anstalten aufzuregen. Schließlich geht das, was ARD und ZDF aus Athen senden, weit über die nötige Grundversorgung hinaus. Und nicht nur das. Mit Reklame in den Sportsendungen bis spät in den Abend hinein machen ARD und ZDF den Privaten auch noch die Werbeeinnahmen streitig, auf die diese angewiesen sind.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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