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Zu kurz gesprungen

In der Telekommunikationsbranche werden Unternehmenskooperationen wieder salonfähig.

Erst verkündeten die in ihren Heimatländern jeweils in der Marktführerposition befindlichen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Telefónica Moviles, TIM und Orange, in einem Bündnis enger zusammenarbeiten zu wollen. Nun haben sieben weitere von der Kundenzahl eher in der zweiten Liga spielende Mobilfunker - die britische MMO2, die spanische Amena, die schweizerische Sunrise, die österreichische One, die ungarische Pannon, die italienische Wind sowie die norwegische Telenor - ihre "Mobile Alliance" genannte Initiative gestartet. Sie soll den 40 Millionen Kunden in neun Ländern, die die Allianzmitglieder zusammen haben, grenzüberschreitendes Roaming ermöglichen. Außerdem soll sie zur Verringerung der Preise der Netzbetreiber beim Technikeinkauf beitragen.

Ähnliche internationale Allianzen scheiterten bereits im Festnetzgeschäft an der fehlenden unternehmerischen Führerschaft eines Anbieters und an umständlichen Entscheidungsprozessen. Ein solches Schicksal werden auch die beiden öffentlichkeitswirksam verkündeten Bündnisse im Mobilfunk erleiden. Ohne Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit finanziellem Engagement der Mitglieder und klaren Kompetenzen bleiben die beiden Allianzen zahnlose Tiger. Die Größenvorteile einer Vodafone mit weit über 120 Millionen Kunden in fast 30 Ländern kann man über lockere Konsensallianzen nicht erreichen. Hier ist europaweit gerade bei den kleineren Mobilfunknetzbetreibern mehr unternehmerischer Mut gefragt, handfeste Zusammenschlüsse zu wagen.

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