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Zu spät für NTT Docomo

Die Idee ist gut, doch langsam stößt der japanische Mobilfunk-Marktführer NTT Docomo damit offenbar an seine Grenzen. Das Unternehmen vergibt Lizenzen für seinen mobilen Internetdienst I-Mode und erschließt sich auf diese Weise neue Umsatzquellen.

Inzwischen hat NTT Docomo I-Mode unter anderem nach Frankreich, Italien und Deutschland exportiert. In Großbritannien dagegen kommen die Japaner einfach nicht voran. Die Partnerschaft mit der britischen Tochter von Hutchison Whampoa ist jüngst gescheitert. "Das hat ein ziemliches Loch hinterlassen, wir sind auf der Suche nach einem neuen Partner", sagte DocomoPräsident Masao Nakamura gestern. Doch das ist ein äußerst schwieriges Unterfangen, denn inzwischen haben eigentlich alle Unternehmen, die dafür ein Frage kommen, einen eigenen Internetdienst.

Als wahrscheinlichsten Docomo-Partner sehen Branchenexperten da noch die britische MMO2. Mit "O2 Active" hat das Unternehmen aber sein eigenes Handy-Portal. Der Einstieg in I-Mode würde ohnehin nur Sinn haben, wenn MMO2 den Dienst nicht nur in Großbritannien, sondern auch bei seinen Töchtern, unter anderem bei O2 in Deutschland, einführen würde. Doch gerade hier vermarktet der Konkurrent E-Plus bereits den in Japan so erfolgreichen Multimedia-Dienst fürs Handy - noch ein Grund für die Briten, sich nicht auf eine Partnerschaft mit den Japanern einzulassen. In diesem Fall kommt NTT Docomo wohl einfach zu spät.

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