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Zweiter Anlauf

Es war schon ein kleiner Coup, den der Softwareriese Microsoft für eine Mobilfunkmesse im südfranzösischen Cannes vor eineinhalb Jahren vorbereitet hatte: Der Konzern verbündete sich mit der Mobilfunkgesellschaft T-Mobile.

Gemeinsam wollten sie ein Handy der Zukunft entwickeln, ausgestattet mit dem Betriebssystem von Microsoft. Die Ankündigung wirkte wie ein Paukenschlag: Microsoft greift die etablierten Handyhersteller an.

Die Aufregung hat sich seitdem gelegt. Denn Microsoft ist trotz einiger Abschlüsse mit internationalen Netzbetreibern der Durchmarsch nicht gelungen. Der Konzern machte stattdessen mit Softwareproblemen bei den für T-Mobile geplanten Geräten Schlagzeilen. Ansonsten ist in Deutschland lediglich ein Handymodell mit Microsoft-Innenleben auf dem Markt - angeboten von dem Dienstleister Debitel. Die Zahl der verkauften Geräte sei aber eher vernachlässigbar, heißt es in der Branche.

Das will Microsoft jetzt ändern. Der Konzern wagt den zweiten Anlauf. In den nächsten Wochen will T-Mobile mit dem Verkauf der vor eineinhalb Jahren angekündigten Handys loslegen. Inzwischen hatte Symbian, der Microsoft-Rivale auf dem Gebiet, genug Zeit, um seinen Marktanteil weiter auszubauen. Doch Microsoft lässt einfach nicht locker. Der Konzern hat einen langen Atem - kein Wunder, bei dem finanziellen Polster.

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