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Zweiter Versuch

In der vergangenen Woche hat die Regulierungsbehörde den von der Deutschen Telekom beantragten 10- Cent-Tarif abgelehnt. Er hätte es ermöglicht, von einem T-Com-Anschluss gegen eine Monatspauschale von 4,22 Euro im Inland für 10 Cent je angefangene Stunde zu telefonieren.

Die Behörde begründete ihre Entscheidung damit, dass der Tarif die Wettbewerbschancen anderer Anbieter unzumutbar beeinträchtigt hätte - zu Recht. Die Telekom erhebt von ihren Konkurrenten minutenabhängige Entgelte für die Mitbenutzung ihres Netzes, die ihnen ein ähnliches Angebot schwer machen. Jetzt will die Telekom einen Tarif mit einem Grundpreis von monatlich 4,68 Euro und einem Verbindungsentgelt von 12 Cent pro begonnener Stunde beantragen. Dieser Preis ist für alle Telekom-Kunden vorteilhaft, die pro Werktag tagsüber mindestens ein 20 Minuten langes Gespräch führen und für kürzere Telefonate fallweise andere Anbieter nutzen. Deshalb würde auch der 12-Cent-Tarif sehr viele Kunden an die Telekom binden.

Um dem Tarif einerseits den wettbewerbsschädigenden Effekt zu nehmen, andererseits aber Verbraucherinteressen gerecht zu werden, sollte der Regulierer den neuen Tarif akzeptieren, aber zugleich der Telekom auferlegen, die Mitbenutzung der Netze durch Konkurrenten nicht nach Minuten abzurechnen. Das ist nach der Novelle des Telekommunikationsgesetzes möglich.

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