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Negative Börsenaussichten

Der schwache Euro, Gewinnwarnung, Ängste vor hohen Ölpreisen: Für die Wall Street eine alte Leier, die aber trotzdem die Kurse nach unten zieht. Zum Ende der Woche werden erneuert negative Aussichten die Börsen bewegen. Die Futures zeigen heute auf einen etwas besseren Start. Doch wie die vergangenen Tage bewiesen, veranlasste ein guter Start die bärischen Investoren zum Börsenschluss die Gewinne wieder mitzunehmen. Außerdem könnten Wirtschaftsdaten erneuert Ängste über eine schleichende Inflation schüren. Heute wurde bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal nicht bei den erwarteten 5,3 Prozent, sondern bei 5,6 Prozent liegt.

Exodus Communications will Global Crossings Spin Off GlobalCenter für 6.5 Milliarden in Aktien übernehmen. Die Akquisition würde das größte Web-Hosting-Unternehmen der Welt formieren. Durch den Deal erhält Exodus Zugang zu Global Crossings weltweitem Netz. Global Crossing hat seine Tochterfirma GlobalCenter, einen führenden Internetprovider und-dienstleister für Großkunden erst kürzlich an die Börse gebracht. Mutterunternehmen Global Crossing arbeitet an dem Aufbau eines weltumspannenden Glasfasernetzwerks. Die Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen soll Exodus unter anderem verpflichten, in den kommenden zehn Jahren die Dienste von Global Crossing im Gegenwert von vier Milliarden Dollar zu nutzen. Exodus notiert vorbörslich deutlich schwächer, Global Crossing gewinnt.



Schwer haben es heute vermutlich die Dotcoms. Nach einer Gewinnwarnung, die Internetauktionshaus Priceline gestern ausgesprochen hatte, brachen die Kurse der Internetfirmen ein. Peinliche Nachrichten macht heute zudem Amazon. Das Online-Kaufhaus gibt zu, seinen Kunden während einer Studie verschiedene Preise für die gleichen Waren berechnet zu haben. Amazon gesteht, dieser "Preistest", bei dem das Unternehmen die Auswirkungen von Preissenkungen auf die Entwicklung des Umsatzes testen wollte, sei "ein Fehler" gewesen, so ein Amazon Sprecher. Der Kurs der Amazon-Aktie hat sich seit dem Jahresanfang rund halbiert.



Im Gunst der Wall Street könnte heute der Einzelhandelssektor stehen. Lehman Brothers bekräftigte sowohl die Kaufempfehlung für Wall Mart als auch für Target. Im Brennpunkt des Analysteninteresses befindet sich außerdem Bristol-Meyers. Der Pharmakonzern hält eine Investorenkonferenz ab.



Der gesamte Glasfaser-Sektor könnte heute unter Druck geraten. Sanford Bernstein hat heute Morgen die beiden Netzwerkausstatter Cisco und Nortel von "Market outperformer" auf "Market performer" abgestuft. Die Telekom-Konzerne würden ihre Ausgaben für den Aus- und Aufbau ihrer Netzwerke zurückschrauben. Die Abstufung könnte weite Kreise ziehen und Glasfaser-Spezialisten wie zum Beispiel die Komponenten-Lieferanten JDS Uniphase, SDL oder Ciena ebenfalls unter Druck bringen. Ciena, gestern bei rund 123 Dollar geschlossen, notiert vorbörslich bei 118 Dollar. Cisco, gestern deutlich über 57 Dollar geschlossen, notiert knapp unter 56 Dollar. JDS Uniphase verliert vorbörslich knapp zwei Dollar auf 96 Dollar.



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