Negative Kommentare zu IBM
US Märkte: Biotech-Werte stützen die Kurse

Einen weiteren Tag - den dritten in Folge - starten die US-Märkte mit Verlusten, drehen aber nach kurzer Bedenkzeit ins Plus. Der Dow Jones notiert nach einem Gewinn von gut 92 Punkten auf 9145 Punkten, der technologie-orientierte Nasdaq legt in den ersten Handelsminuten ebenfalls zu und notiert um 24 Punkte gestärkt auf 1565 Punkten.

NEW YORK. Auf das Börsenbarometer der dreißig US-Standardwerte drücken am Morgen vor allem Motorola und IBM. Motorola hatte am Vorabend so enttäuschende Quartalsergebnisse bekannt gegeben, wie Analysten erwartet hatten. Mit einem Verlust von 7,4 Milliarden Dollar oder sieben Cents pro Aktie bestätigt der Konzern den Konsens der Experten an der Wall Street. Allerdings stehen noch Steuerzahlungen und außerordentliche Kosten in Höhe von zwei Milliarden Dollar oder 57 Cents pro Aktie aus. Zwar legte die Aktie im außerbörslichen Handel noch zu, am Morgen notiert sie aber mit 4,3 Prozent Verlust im roten Terrain.

IBM hingegen muss am Morgen negative Kommentare von Goldman Sachs einstecken. Die Analysten senken die Quartalserwartungen für den Computerhersteller. Die Aktie gibt in den ersten Handelsminuten 2,2 Prozent ab.

Doch auch erste Tagesgewinner kündigen sich an: Die Aktien der Biotech-Branche legen zur Wochenmitte erneut zu. So gewinnt Avant Immunotherapeutics in den ersten Minuten nach der Eröffnungsglocke 122 Prozent an Wert zu. Das Unternehmen hat einige Impfstoffe an DynPort Vaccine lizenziert, einen Zulieferer des US-Verteidigungsministeriums und des Militärs. Auch die Aktie von Cepheid klettert erneut um 24 Prozent. Bereits am Vortag hatte der Wert mit einem Kursgewinn von über 60 Prozent zu den Gewinnern gehört. Das kalifornische Unternehmen hat einen Schnelltest zur Erkennung verschiedener Infektionen, wie zum Beispiel Milzbrand, auf dem Markt. Händler dürften am Mittwoch auch ein Auge auf Aclara Biosciences haben, sowie auf Strategic Diagnostics. Beide legen mehr als zehn Prozent zu.

Der Finanzsektor, der am Dienstag eine der Marktstützen war, dürfte im Mittwochshandel von den Werten der Kreditkartenfirmen dominiert werden. Ein US-Bundesgericht hat am Dienstag Abend die beiden größten Kreditkarten-Anbieter des Landes, Visa und MasterCard, verpflichtet, ihre Mitgliedsbanken von monopolistischen Verpflichtungen zu entbinden. Kreditinstitute, die bislang vertraglich an die Marktführer gebunden waren, müssen nun auch Karten von American Express und anderer Anbieter akzeptieren. Für diese ist das Urteil ein gewaltiger Sieg, der die Marktanteile einzelner Firmen dramatisch verändern könnte. Zur Zeit halten Visa und MasterCard 75 Prozent des Marktes.Aktien von American Express steigen im Mittwochshandel um über zwei Prozent, das Papier von Morgan Stanley Dean Witter, der Bank hinter der weit verbreiteten Discover Card, verliert 1,4 Prozent.

Die Big Caps, die am Dienstag mit herben Verlusten das Barometer der Tech-Werte gedrückt hatten, behaupten sich am frühen Morgen. Cisco, Dell und Intel notieren am Morgen nahezu unverändert. Oracle gibt etwa 1,5 Prozent ab. Allein Software-Riese Microsoft verliert schon früh über 2,5 Prozent. Der Konzern könnte in Europa zu Strafzahlungen in Zusammenhang mit seinem Betriebssystem Windows XP verurteilt werden. Eine Strafe könnte sich auf bis zu zehn Prozent der Gewinne und damit 2,5 Milliarden Dollar belaufen.

Im Ölsektor schaut am Mittwoch alles auf ChevronTexaco. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengeschlossen und notieren zur Wochenmitte erstmals gemeinsam. Durch den Zusammenschluss von Chevron und Texaco ist der zweitgrößte Ölkonzern der USA entstanden. CEO David O?Reilly sieht den Zeitpunkt des jahrelang vorbereiteten Mergers nicht allzu ungünstig. "Im Ölbereich werden unsichere Zeiten auf uns zu kommen", räumte er zwar am Morgen gegenüber Journalisten auf dem Parkett ein. "Aber zur Zeit ist der Ölpreis den Umständen entsprechend stabil."

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