Negative Prognose erforderlich
Übergewicht ist kein Kündigungsgrund

Übergewicht allein rechtfertigt nach einem Urteil keine krankheitsbedingte Kündigung. Das geht aus einer am Montag bekannt gewordenen Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

dpa FRANKFURT/M. Die Richter gaben damit der Klage eines Arbeiters gegen die Deutsche Post statt und erklärten dessen Kündigung für gegenstandslos (Az. 6 Ca 2856/01).

Der Arbeitnehmer hatte in Folge von Gelenkbeschwerden rund 50 Arbeitstage pro Jahr gefehlt. Eine amtsärztliche Untersuchung ergab jedoch, dass auf Grund der Teilnahme an einem Gymnastikprogramm in Zukunft mit einer Besserung des Gesundheitszustandes zu rechnen sei.

Mit einem Gewicht von 95 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,80 Meter sei der Arbeitnehmer lediglich zu schwer. Das Übergewicht des Mannes allein gebe noch keinen Anlass zur Befürchtung, dass es auch künftig zu gesundheitlichen Beschwerden und entsprechend hohen Fehlquoten kommen werde. Eine "negative Gesundheitsprognose" sei aber grundsätzlich die Voraussetzung für eine wirksame krankheitsbedingte Kündigung.

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